CO2 im Boden Speicher - ein natürlicher Prozess

CO2, oder auch Kohlenstoffdioxid, ist ein Gas, welches durch das Verbrennen von fossilen und biologischen Brennstoffen entsteht. Der Unterschied dieser beiden Brennstoffe besteht darin, dass beim Verbrennen der biologischen Brennstoffe, zu Beispiel Holz, nur so viel CO2 entsteht wie der Baum während seiner Lebensdauer gespeichert hat, darum nennt man die biologischen Brennstoffe auch CO2-neutral. Anders bei den fossilen Brennstoffen, die allgemein als CO2 fördernd gelten, obwohl damals vor Millionen Jahren ebenfalls CO2 aus der Luft gespeichert wurde und im Boden in Form von Kohle, Erdöl und Erdgas gespeichert wurde. Da jedoch dieser Prozess zu einer Zeit stattfand, wo ein Leben auf der Erde nur schwer vorstellbar war, weil die Atemluft eine andere Konzentration der Gase aufgewiesen haben muss.

Bei der aktuellen Klimadiskussion wird CO2 als klimaschädliches Gas bezeichnet, welches mit allen Mitteln reduziert werden muss.

Dass CO2 aber auch ein für die Pflanzen wichtiges "Atemgas" ist wird oft vergessen. Denn unsere Pflanzen können das CO2 mit der Hilfe von Sonnenlicht und Wasser mit der Photosynthese zu Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff umwandeln.

Das heisst, dass die Bäume den Kohlenstoff in Form von Holz speichern. Obstbäume wandeln das CO2 noch zusätzlich in süsse Früchte um. Bei den Zuckerrüben ist es der Zucker in den Rüben. Bei unseren Ölpflanzen das Öl in den Samen.

Alle diese Pflanzenprodukte werden nach einer einfachen Formel umgewandelt. Das Wasser (H2O) und das Kohlenstoffdioxid (CO2) wird zum Beispiel zu Zucker mit der chemischen Formel C6 H12 O6. Also werden aus sechs Teilen Wasser und sechs Teilen Kohlenstoffdioxid sechs Teile Kohlenstoff (C), zwölf Teile Wasserstoff (H) und zwölf Teile Sauerstoff (O). Da für den Zucker aber "nur" sechs Teile Sauerstoff nötig sind, wird bei diesem Prozess die restlichen sechs Teile Sauerstoff an unsere Atemluft abgegeben.

Auf diese Art funktioniert die Photosynthese.

In der Landwirtschaft haben wir eine gute Möglichkeit einen Teil der von uns ausgesäten Pflanzen auf den Feldern in den Boden einzuarbeiten. Zum Beispiel das Stroh nach dem Dreschen der Rapssamen. Mit dem Einarbeiten dieser Pflanzenmasse werden die Bodenlebewesen, Regenwürmer, Bakterien und Mikroorganismen, gefüttert und diese wandeln die Pflanzenreste in Humus um.

Einarbeiten der grünen Zwischenfrucht

Mit einer speziellen Fräse konnten wir 2020 versuchsweise die Zwischenfrucht in den Boden einarbeiten.

Der gezielte Aufbau von Humus im Boden ist eine sehr effiziente Art CO2 direkt zu speichern.

Damit dieser Prozess in der Landwirtschaft umgesetzt werden kann, ist ein Umdenken bei der Bewirtschaftung und auch einen Verzicht auf maximal Erträge notwendig. Es ist essenziell, dass der Boden permanent bewachsen ist. Nach der Ernte einer Nutzkultur muss sofort eine Zwischenfrucht ausgesät werden, welch wiederum Blatt- und Wurzelmasse aufbaut. Diese Zwischenfrucht kann dann in den Boden eingearbeitet werden bevor die nächste Hauptkultur ausgesät wird. So bekommen die Bodenlebewesen notwendiges Futter von der Zwischenfrucht und es wird weiter Humus aufgebaut.

Mulchschicht

Mulchschicht, Boden vermischt mit gehäckselter Pflanzenmasse.

Ein Umdenken allein reicht jedoch nicht. In der traditionellen europäischen Landwirtschaft werden die Abläufe, pflügen - eggen - säen, praktiziert. Dabei werden grosse Menge Boden bewegt. Der Pflug wendet den Boden bis zu 20cm tief, was viel Energie erfordert und den Boden massiv belastet. Vergräbt man die Erntereste oder Zwischenfrüchte auf diese Tiefe, können die Bodenlebewesen diese nur schwer abbauen und zu Humus umwandeln.

Darum ist es notwendig die Bodenbearbeitungsmaschinen der neuen Bearbeitungsform anzupassen. Maschinen die nur wenige Zentimeter tief, flach und bodenschonend arbeiten sind auf dem Markt verfügbar. Nur mit deren Hilfe ist der Humusaufbau machbar.

Wir von der Pflanzenoel.ch AG wollen diesen Schritt gehen und die bodenschonende Bewirtschaftung mit dem Ziel, den Humusgehalt im Boden zu steigern, konsequent umzusetzen.

Wir bieten im Webshop CO2-Kompensatonsurkunden an, mit dessen Erlös wir diese schonende Bewirtschaftung teilfinanzieren möchten. Eine reine Eigenfinanzierung ist nur über Jahre möglich, so dass unsere Bemühung vom Humusaufbau erst in vielen Jahren möglich ist.

Je schneller wir mit der schonenden Bewirtschaftung beginnen können, desto schneller helfen wir aktiv das CO2 zu (ver)senken.

Unsere CO2-Kompensatinsurkunden sind nicht von einer offiziellen Stelle ausgestellt. Es sind symbolische Urkunden mit welcher sich die erwerbenden Personen den eigenen CO2-Ausstoss kompensieren kann.

Wir beteiligen uns nicht am modernen Ablasshandel, wo sich die Industrie vom eigenen CO2 Ausstoss freikauft.