| Allgemeines: |
Die
Sonnenblume (Lat. Helianthus annuus) zählt zur Familie der Korbblütler
und ist eine nahe Verwandte der Topinambur. Die Sonnenblumen wenden sich
stets der Sonne zu und folgen durch Drehung deren Lauf. Die Sonnenblume
ist ein Musterbeispiel für Phototropismus. Darunter versteht man Krümmungsreaktionen,
die auf Wachstum beruhen und durch Licht verursacht werden. Wenn die
Sonnenblume verblüht ist, enthält ihr Blütenkorb oft bis zu 2000
Samenkerne. Sie sind je nach Art schwarz, dunkelbraun, graubraun, beige
und auch gestreift. 55 verschiedene Arten der Sonnenblume hat man bisher
gezählt.
Ursprünglich kommt die Sonnenblume aus Nordamerika und wurde dort schon
vor 3 bis 4 Jahrtausenden zur Ölgewinnung genutzt. Die Indianer Mexikos
nannten die Sonnenblume eine "gesegnete Pflanze“.
Besonders günstige klimatische Voraussetzungen fanden die Sonnenblumen in
Russland. Ein russischer Bauer namens Bokarew soll als erster in Europa
den verhältnismässig hohen Fettgehalt der reifen Sonnenblumenkerne und
deren Bedeutung erkannt haben. Wenige Zeit später war sein Heimatdorf
Alexowka bereits von weiten Sonnenblumenfeldern umgeben.
Die Sonnenblume wurde danach in riesigen Flächen angebaut. Sonnenblumenöl
wird dort als "Fastenöl" bezeichnet, weil der russische Bauer
nach den strengen Vorschriften der griechisch-orthodoxen Kirche fast drei
Viertel des Jahres fasten musste und das Sonnenblumenöl als Ersatz für
das tierische Fett welches während der Fastenzeit verboten war,
verwendete. Damit trug er, allerdings ohne es zu wissen, wesentlich zu
seiner eigenen Gesundheit bei, denn eben jene pflanzlichen Öle sind für
eine gesunde Ernährung ein wesentlicher Faktor. |
|
Verwendung:
|
Allgemeines
Sonnenblumenöl
enthält erstaunlich viel Vitamin E und, nur bei kaltgepresstem Sonnenblumenöl,
Beta-Karotin und andere Farbstoffe. Bedeutung hat es neuerdings durch das Ölsaugen
gewonnen, das weiter unten ausführlich vorgestellt wird. Der Pflanze, ihren
Samen und dem daraus gewonnenen Öl kommt in diesem Zusammenhang eine stark
entgiftende, entschlackende Wirkung zu. Praktische Erfahrungen haben gezeigt,
dass viele positive Effekte dieser neuentdeckten volksmedizinischen Heilmethoden
nur mit Sonnenblumenöl erzielt werden können, nicht durch das
"Kauen" anderer Ölsorten. Sonnenblumenöl enthält zudem
ausgesprochen hohe Anteile an essentielle, (hoch-) ungesättigten Fettsäuren
und reichlich Lecithin (bis zu einem Prozent).
als Speiseöl
Sonnenblumenöl eignet sich vorzüglich
für Salate. Hier kommt die ganz eigene, "nussige" Note der
kaltgepressten Sorten am besten zur Geltung. Kaltgepresstes Sonnenblumenöl
sollte nicht erhitzt werden.
Da man beim Kaltpressen die Kerne samt Schale verarbeitet, sind in diesem
Sonnenblumenöl auch Wachse enthalten, die bei kühler Lagerung für eine Trübung
des Öls sorgen können. Dies ist kein Hinweis auf Verunreinigungen oder
Verderb.
andere Anwendung
Die Öltherapie:
Weithin bekannt wurde in den letzten Jahren die von dem russischen Arzt Dr. F.
Karach anlässlich einer Tagung des allukrainischen Verbandes der Onkologen und
Bakteriologen vorgestellte Sonneblumenöl Therapie.
Sonnenblumenöl, maximal ein Esslöffel, minimal ein Teelöffel, wird in die
Mundhöhle eingeführt. Das Öl wird dann ohne Hast und ohne besondere Mühe bei
geschlossenem Mund über die Dauer von 15 bis 20 Minuten gesaugt, gespült, und
immer wieder durch die Zähne gesogen (Zahnersatz sollte vorher entfernt
werden). Auf keinen Fall darf das Öl geschluckt werden. Es ist zuerst dickflüssig,
aber dann wird es dünnflüssig, wonach es ausgespuckt werde soll. Die
ausgespuckte Flüssigkeit sollte dann so weiss wie Milch sein, ist sie noch
gelb, dann ist dies ein Zeichen, dass das Mundspülen von zu kurzer Dauer war.
Nach dem Ausspucken sollte die Mundhöhle gründlich gereinigt und mehrere Male
mit Wasser gespült und die Zähne mit der Zahnbürste gereinigt werden. Die Ölspülung
wird am besten morgens noch vor dem Frühstück vorgenommen und kann abends
wiederholt werden. Immer jedoch vor dem Essen und mit leerem Magen.
Sollte am Anfang eine Verschlechterung des Gesundheitsgefühls auftreten,
was bei Patienten, die an mehreren Krankheiten leiden, vorkommen kann, so ergibt
dies noch keinen ernsten Grund, den Heilungsprozess zu unterbrechen, denn der
Organismus wird sich bald erholen. Oft geschieht dies schon innerhalb weniger
Tage.
Um dem positiven Wirkmechanismus der Öltherapie, den mittlerweile sehr viele
Patienten bestätigt haben, auf die Spur zu kommen, hat sich der Forscher Gerd
Ebeling bemüht. Seine Forschung zeigt, "dass jede Form von Materie aus
Schwingungen bestehe und die verschiedenen Ölsorten unterschiedliche Frequenzen
erzeugen würden. Beim Ölschlürfen entstünden auch Schwingungen, die über
die Zahnenden ihnen jeweils zugeordneten Organen und Geweben mitgeteilt würden.
Es komme dadurch zu einer intensiven Entgiftung dieser Körperbereiche. Es könnten
Ablagerungen gelöst und den Organen und Drüsen zugeführt werden, um sie
auszuscheiden. Diese Wirkung halte nicht nur über den Zeitraum des Ölschlürfens
an, sondern die Impulse könnten sich etwa 5 Stunden fortsetzen".
Natürlich kann eine Entgiftung im Körper nur von dauerhafter Wirkung sein,
wenn sich auch die Lebensweise ändert. Wenn nach Hippokrates die Krankheit
durch eine falsche Lebensweise, wie z.B. bei der Ernährung die Verwendung von
vielen tierischen Fetten und ein Übermass an gesättigten Fettsäuren,
Stresssituationen, Alkohol, Genussgifte usw. verursacht werden, dann kann auch
nur durch eine Umstellung der Lebensweise das körperliche Gleichgewicht wieder
hergestellt werden. Dabei können natürlich die Öltherapie und auch andere
Therapien von grossem Nutzen und eine Hilfe sein.
|