Bienenweide

Mehr als 80 Prozent aller in Europa angebauten Pflanzen sind für ihre Bestäubung direkt von Insekten abhängig. Dabei leistet die Honigbiene den wichtigsten Teil der Arbeit. Getreide, Gemüse, Obst und Beeren: Alle sind sie auf Bienen angewiesen. Ohne Bienen würde ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion wegfallen.

In jüngster Zeit ist die Zahl der bestäubenden Insekten markant gesunken, einige Arten sind sogar gefährdet. Gründe dafür sind unter anderem der Verlust an genügend hochwertigen und über die ganze Flugsaison verfügbaren Futterquellen. Dazu kommt der Mangel an Brutflächen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte finden die Tiere oft zu wenig Pollen und Nektar, weil die häufig angebauten Nutzpflanzen schon verblüht sind.

Für unsere Bienenweide haben wir eine Mischung von Pflanzen ausgesät, die genau dann blühen, wenn die meisten Kulturpflanzen den Insekten keine Nahrung bieten. Zusammengestellt wurde die Samenmischung von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Zollikofen (siehe http://www.hafl.bfh.ch).

Dank unserer Bienenweide finden unzählige Insekten über die gesamte Flugsaison ein verbessertes Nahrungsangebot an Pollen und Nektar. Die Streifen entlang der Felder dienen zudem als schützende Brut- und Nistplätze.

Projekt Agropatenschaft

Mit dem Anbau von Bienenweiden geht den Landwirten zwar wertvolles Kulturland verloren. Dennoch sind diese Flächen keine Verschwendung von gutem Boden.

Ein monetärer Nutzen kann allerdings aus dieser bunten Wiese nicht gezogen werden. Würde auf besagtem Stück Land Weizen, Kartoffeln oder Raps wachsen, könnte der Landwirt die Ernte verkaufen und damit seine Rechnungen und den Lebensunterhalt zahlen.

Ökologische Landwirtschaft wird vom Staat zwar entschädigt, der Anbau von Bienenweiden ist dem Staat allerdings nicht mehr wert als der Anbau normaler Kulturpflanzen. Das bedeutet, dass der Landwirt mit dem Anbau einer Bienenweide Geld verliert. Um Bienenweiden langfristig zu etablieren braucht es den Blick über die Nasenspitze hinaus. Kein einfaches Unterfangen in unserer profitorientierten Zeit.

Das Projekt Agro-Patenschaften unterstützt Landwirte, denen das Wohlergehen der Bienen am Herzen liegt. Die Idee dahinter: Jede Person, Organisation oder Firma kann die Flächen von Bienenweiden direkt und sinnvoll entschädigen. Dazu braucht es keine staatlichen Eingriffe; die Entschädigung erfolgt direkt vom Paten zum Landwirten.

Das Projekt Agro-Patenschaften steckt noch in seinen Anfängen. Ziel ist die Gründung eines Vereins oder einer Genossenschaft.

Aktuell

15. Juni 2019

Frische Leinölpressung

Wir haben am 14. Juni 2019 eine frische Pressung Leinöl gepresst. Dieses Leinöl ist wenige Tage...


Copyright Pflanzenoel.ch AG. Alle Rechte vorbehalten